Depotvergleich

Bei einem Depotvergleich sind die Jahresgebühren und die Transaktionskosten entscheidend. Die Wahl des richtigen Depots ist abhängig vom Anlageverhalten.

Wer vor Eröffnung eines Depots Konditionen vergleicht, kann bares Geld sparen. Einer Untersuchung der Stiftung Warentest zufolge betrug der Unterschied zwischen dem günstigsten und dem teuersten Anbieter rund 800 Euro jährlich. Worauf kommt es bei einem Vergleich an?

Die Wahl des passenden Depots ist immer abhängig vom Anlageverhalten des Anlegers. Wird das Depot nur genutzt um bereits vorhandene Wertpapiere zu verwahren oder plant der Anleger aktiv an der Börse zu handeln und häufig zu kaufen und zu verkaufen? Für Anleger die ständig Käufe und Verkäufe tätigen und aktiv mit ihrem Depot arbeiten, lohnt sich der intensive Preisvergleich.

Checkliste für einen Preisvergleich:

  • Kosten für die Führung des Depots
  • Transaktionsgebühren für Filialorders
  • Transaktionsgebühren für Internetorders
  • Transaktionsgebühren für Telefonorders

Mindestgebühren vergleichen

Depotinhaber die ihre Orders selbst eingeben und auf eine persönliche Beratung verzichten, zahlen am wenigsten. Am günstigsten fahren Sie mit einem Onlinebroker. Die meisten Banken berechnen die Ordergebühren in Abhängigkeit zur Orderhöhe. Wird eine Kauforder über 10.000 Euro erteilt, wird beispielsweise eine einprozentige Gebühr in Höhe von 100 Euro fällig. Einige Anbieter setzen keine prozentualen Gebühren fest, sondern verlangen eine pauschale Summe - unabhängig von der Transaktionssumme. Gerade für Wertpapieranleger, die mit grösseren Summen arbeiten, lohnt sich ein solches Angebot! Auch eine Mindestgebühr für Aufträge kann mit hohen Kosten zu Buche schlagen: Anleger, die Kauf- und Verkaufaufträge mit kleinen Summen abwickeln, zahlen bei einigen Instituten für jede Transaktion eine pauschale Mindestgebühr von 20 Euro oder mehr. Für kleine und gelegentliche Geschäfte ist das deutlich zu teuer und lohnt sich nicht!

Reine Kapitalanleger liegen mit Filialbanken richtig

Gerade Verbraucher, die ihr Depot nicht zum aktiven Handeln nutzen, sondern nur Wertpapiere verwahren, liegen mit dem Angebot einer Direktbank oder Filialbank richtig, die diese Form der Depotführung häufig sogar kostenlos anbieten. Bei einigen Anbietern ist dieser Service abhängig von der Höhe des Anlagevermögens: Den Blick ins Kleingedruckte also nicht vergessen! Haben Sie Ihre Papiere verkauft oder sind diese fällig geworden, achten Sie darauf, das Depot zu löschen, wenn es nicht mehr benötigt wird! Auch Depots in denen sich keine Aktien oder Wertpapiere mehr befinden, können jährliche Kosten verursachen.

Tipp der Redaktion

Das Leistungsangebot eines Depot sollte den individuellen Ansprüchen des Kunden entsprechen. Analysieren Sie Ihre Anlagestrategie, bevor Sie sich für einen Anbieter entscheiden!
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